Archive für Februar 2010

Dinner in the Dark für ein besonders kribbelndes erstes Date?

Egal ob für Geschenke oder auch einfach ‘normale’ Ideen für Aktivitäten: die Erlebnisgeschenk-Anbieter wie Jollydays, Jochen Schweizer oder MyDays sind immer eine gute Anlaufstelle, wenn man etwas ausgefallenes unternehmen und erleben will. Klammheimlich haben sich diese Dienste auch als Geheimtipp für ausgefallene Dates entwickelt: wenn man die erste Verabredung nicht stinknormal im Café über die Bühne ziehen will, sondern gleich richtig Action oder zumindest eine intensive gemeinsame (Erlebnis-)Erfahrung schaffen möchte, bieten die Veranstalter wahrlich ausgefallene Ideen: ein Abendessen im Dunkeln (”Dinner-in-the-Dark”) ist zum Beispiel eine etwas unorthodoxe Variante, sein erstes Date zu verbringen, aber danach hat man ganz sicher etwas, über das man sich austauschen kann und möchte. Aber auch andere ausgefallene Ideen rund um Kulinarik gibt es zum Beispiel: ein Ritteressen, Geisterdinner oder Kunst Brunch für Zwei. Die Erlebnisveranstalterportale haben sich zu einem echten Tipp entwickelt, was man am ersten Date unternehmen kann, wenn man sich über die Online-Partnerbörse zu einem näheren Kennenlernen verabredet hat.

Dating-Netzwerke und Partnersuche-Plattformen gaben 2009 über 50 Millionen Euro für Onlinewerbung aus

Einem Bericht der Internet World zufolge besuchten rund 7,5 Millionen Menschen im Januar mindestens einmal die Online Partnersuche Plattformen von Elitepartner, Parship, Friendscout24 und Co. Das entspricht Angaben des Magazin zufolge ca. 16,4% der aktiven Internetnutzer - und damit einer ordentlichen Masse an Traffic. Dass dieser Traffic nicht nur kostenlos über Google oder Direkteingaben der Domain im Browser erfolgte, ist klar und wird deutlich, wenn man sich anschaut, wie viel Geld die o.g. Firmen im letzten Jahr in Werbung gesteckt haben. Laut Nielsen Media haben Partnervermittlungsdienste und Single-Börsen in 2009 gut 107 Millionen Euro in Werbung investiert, davon ca. die Hälfte in Online Marketing. Der fleißigste Werber ist dem Bericht zufolge Friendscout24 aus der Scout24-Gruppe, zu der auch Dienste wie Financescout24, Autoscout24 und Immobilienscout24 gehören.

Die hohen Ausgaben für Werbung zeigen, wie lukrativ der Markt für Partnervermittlung im Internet ist, denn die o.g. Firmen sind ja schon länger aktiv im Netz mit reichlich Marketing - und ohne die entsprechenden Einnahmen und Gewinne würde ein anhaltend hoher Werbedruck wohl auch nicht möglich sein. Erklären kann man sich die Lukrativität vor allem aufgrund der Abogebühren, die Mitglieder für die Teilnahme an den Netzwerken zahlen müssen. Da die Grenzkosten für jeden weiteren User auf einer solchen Plattform minimal sind bzw. fast gegen Null gehen, bedeutet jede neue kostenpflichtige Mitgliedschaft bei den Dating-Plattformen hohe Marge bzw. Deckungsbeiträge. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass viel von der Abogebühr für die Kundengewinnung aufgewendet wird, wenn man sich einmal die Affiliate-Programme der o.g. Dienste anschaut.

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